Streuobstwiesen in Baden-Württemberg


Aufnahme der Streuobstwiesen in das Naturschutzgesetzes

Seit Juli 2020 sind die Änderungen des Naturschutzgesetzes in Kraft getreten. Mit dem § 33a wurde ein Paragraph zum Schutz von Streuobstbeständen hinzugefügt.  Ein Streuobstbestand wird wie folgt definiert:

 

"Streuobstbestände sind eine historisch gewachsene Form des extensiven Obstbaus, bei dem großteils starkwüchsige, hochstämmige und großkronige Obstbäume in weiträumigen Abständen stehen. [...] Häufig sind Streuobstbestände aus Obstbäumen verschiedener Arten und Sorten, Alters- und Größenklassen zusammengesetzt. Sie sollten eine Mindestflächengröße von 1 500 m2 umfassen. " (§4 Landwirtschaft- und Landeskulturgesetz)

 

Alle Bestände die größer sind als 1.500 m2 dürfen nur noch mit Genehmigung beseitigt werden und es muss ein Ausgleich für die Bäume gepflanzt werden. Diese Änderungen lassen hoffen, dass das leichtfertige Roden von Streuobstbäumen unterbunden wird und wieder vermehrt Jungbäume unsere Landschaft schmücken, welche die Zukunft  unserer wertvollen Obstbaumwiesen sichern können.

 

Umso mehr sind aber auch wir Fachwarte gefragt, das Wissen für eine korrekte Neupflanzung und Erziehung von Jungbäumen zu vermitteln.